Tarot - Lebenshilfe im Alltag
Das Tarot Kartenspiel ist uns bereits aus alter Zeit überliefert. Tarot ist schon seit dem Anfang ein genuines europäisches esoterisches System. Es fand damals schon einen weitverbreiteten Gebrauch als Orakelspiel, dessen einzelnen Spielkarten stets ein hoher spiritueller Aussagewert zugesprochen wurde. Verschiedene Kreise, beispielsweise die Mysterienschulen, Logen und sonstigen esoterisch angehauchten Geheimbünde, die oftmals zusammenkamen, um alte Traditionen, Glaubensansätze und magische Symbole zu studieren. Im Tarotkartenspiel fanden sie die Grundstruktur des mystischen Einweihungsweges verschlüsselt und so begann der Gebrauch des Tarot als Orakel.
In der heutigen Form ist das Tarotspiel schon seit 1600 bekannt. Das Kartenset besteht insgesamt aus 78 Tarot Karten, die man in zwei unterschiedliche Gruppen einteilen kann. Zum Einen die Großen Arkana (arkana kommt aus dem Lateinischen und bedeutet in diesem Zusammenhang "Geheimnisse"), die 22 Karten umfassen, und 56 Tarot Karten, die als die Kleinen Arkana bezeichnet werden. Die Großen Arkana werden mitunter auch als Trumpfkarten bezeichnet und tragen meist ein besonders aufwendig gestaltetes symbolhaftes Bildnis.
Als besonders eindrucksvolle Beispiele der Großen Arkana sind zuallererst Motive wie der Narr, der Magier, die Hohepriesterin, die Kaiserin, der Kaiser, der Hohepriester, die Liebenden, das Glück, die Lust, der Tod, die Kunst, der Teufel, der Turm, der Stern, der Mond, die Sonne, das Aeon sowie auch das Universum zu nennen. Dies wechselt natürlich von Deck zu Deck, denn es gibt verschiedene Tarot-Kartenspiele wie zum Beispiel das Crowley-Tarot (Thoth-Tarot), das Marseille-Tarot und das Rider-Waite-Tarot.
Die 56 Kleinen Arkana bilden das Vierfarbspiel, so wie auch von unseren heutigen (französischen) Karten bekannt, die sich in Kreuz, Pik, Herz und Karo unterteilen, so wird bei den Tarot Karten zwischen Stäben, Schwertern, Kelchen und Scheiben (beziehungsweise Münzen) unterschieden. Jedes dieser Symbole ist jeweils 14 mal in dem Tarot Spiel vertreten.
Auch bei der Beschaffenheit der Spielkarten lässt sich eine parallele zum heutigen französischen Kartenspiel ziehen. Es existieren folglich 10 Zahlenkarten (wobei die Eins für den As steht) und 4 Hofkarten, die die uns wohlbekannten Figuren König, Königin, Ritter und Bube repräsentieren.
Aus dieser Fülle an Figuren und Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich ebenso viele Möglichkeiten der Interpretation und Sinnbelegung verschiedener Kartenstellungen im Bezug auf verschiedene Fragestellungen, die sich während des Legens von Tarot Karten aufwerfen. Interessante Fragen, auf die der Mensch selbst keine Antwort weiß können so mithilfe höherer Mächte beantwortet werden.
Die Tarot Deutung kann jedem Menschen helfen, der in einer verzweifelten Lage einen Ausweg sucht, für Verliebte, die sich fragen, ob ihre Liebe unter einem guten Stern steht, für jemanden, der eine Antwort auf eine ihm unklare Fragestellung sucht oder auch für jeden, der einfach nur mal einen Blick in seine Zukunft werfen möchte.
Was Tarot besonders interessant macht, sind die zahlreichen Parallelen zu anderen esoterischen Entwicklungen und Überzeugungen. Die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft lassen an die alten Lehren der Alchemie denken, denn auch dort ist die Sprache von den Vier Elementen.
Weiter behandelt der Tarot den kabbalistischen Baum des Lebens, der ebenfalls aus den okkulten Lehren des Judentums bekannt ist. Der Baum setzt sich aus zehn Punkten zusammen, die den Namen Sephiroth tragen. 22 verschiedene Verbindungen deuten einen Zusammenhang mit dem hebräischen Alphabet an, was den Mythos des Tarot noch weiter mit anderen Glaubenseinheiten vernetzt. Ebenfalls lassen sich Zusammenhänge des Tarot mit der Astrologie, Zahlenmystik, Runen, mit der keltischen Mythologie sowie auch mit der ägyptischen Mythologie erahnen.
Daran sieht man, dass der Tarot eine durchaus ernstzunehmende Quelle geheimen mystischen Wissen ist, was sich in diesen zahlreich vorhandenen Vernetzungen und Zusammenhängen bestätigt und verdeutlicht. Wer also Probleme in seinem Beruf, mit der Familie, eine Ehekrise oder eine sonstige scheinbare Sackgasse in seinem Leben zu meistern hat, der kann sich beim Tarot Rat, Hilfe und Weisheit erhoffen.
Das Tarot gibt jedoch nie eindeutige und unabwendbare Antworten, er bestimmt nur die Tendenz und lässt dem Menschen Raum für Selbstbestimmung und die Freiheit, doch noch etwas an seinem eigenen Schicksal zu ändern.
Ein Tarot Spezialist beherrscht die Kunst des Tarot Deutens so gut, dass er aus einer bestimmten Tarot Kartenkonstellation mit Hilfe weniger Karten ganze Bände an Informationen herauslesen kann. Diese Alte Kunst des Deutens hat eine unglaublich lange Geschichte und Tradition und ist eine besondere Fähigkeit, die mit viel Weisheit und Erfahrung einhergeht. Wenn Sie sich dazu entscheiden, sich von jemandem die Tarot Karten legen zu lassen, sollten Sie das nur bei dem Besten tun!
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